Archiv 2006
Juli 2006: Ravenna Musikfestival
W.A. Mozart:
VESPERAE SOLEMNES DE CONFESSOREKV 339
AVE VERUM CORPUSmottetto in re maggiore per coro, archi e organo KV 618
J. Haydn:
TE DEUM in CZu Ehren der Kaiserin Maria Theresia
Dirigent: Riccardo Muti
Sopran: Adriana Kucerova
Alt: Marianna Pizzolato
Tenor: Juan Francisco Gatelli
Bass: Maurizio Lo Piccolo
Orchester: Giovanile "Luigi Cherubini"
Chor: Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor
Anfang Juli gastierte der Chor auf Einladung von Maestro Muti in Ravenna, um bei "seinen" Festspielen in zwei Mozart- Konzerten mitzuwirken.

Mozart und Haydn Konzert im Teatro Alighieri in Ravenna (Foto), am 10. und 11. Juli, Beginn 21 Uhr.
Juli 2006: Clemens Krauss Medaille für Riccardo Muti
Im Anschluss an das letzte Konzert in Ravenna wurde Riccardo Muti die Clemens Krauss Medaille in Gold vom damaligen Vorstand Michael Knapp verliehen.
Foto dazu auf "DER CHOR" -»
Juli & August 2006: Salzburger Festspiele
W.A.Mozart
LE NOZZE DI FIGARO
Opera buffa in vier Akten KV 492, Text von Lorenzo Da Ponte
Neuinszenierung im Haus für Mozart
Aufführungen: 26.Juli-20h00, 28.Juli-18h30, 31.Juli-18h00, 4.August-18h00, 6.August-18h00, 9.August-18h00, 13.August-15h00
Dirigent: Nikolaus Harnoncourt, Inszenierung: Claus Guth, Bühne und Kostüme: Christian Schmidt, Licht: Olaf Winter, Choreinstudierung: Andreas Schüller, Dramaturgie: Ronny Dietrich
Il Conte Almaviva: Bo Skovhus, La Contessa Almaviva: Dorothea Röschmann / Juliane Banse (9. und 13. August), Susanna: Anna Netrebko, Figaro: Ildebrando D‘Arcangelo, Cherubino: Christine Schäfer, Marcellina: Marie McLaughlin, Bartolo: Franz-Josef Selig, Basilio: Patrick Henckens, Don Curzio: Oliver Ringelhahn, Antonio: Florian Boesch, Barbarina: Eva Liebau
Wiener Philharmoniker, Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor
...Mozart schuf einen Kosmos, in dem die herrschenden Gesetze einer vom Menschen bestimmten, in Hierarchien erstarrten Welt neues Leben erfuhr, sie aber gleichzeitig den Unwägbarkeiten des Motors, der sie alle antrieb, aussetzte: des Eros. Das Gegebene akzeptieren oder sich freigeben? Mozart zeichnet eine Utopie, in der die Zeit in der Musik stillzustehen scheint, der Mensch im Einklang mit der Natur sich seinen Sehnsüchten vorbehaltlos hingibt und nichts an deren schönster Erfüllung zweifeln lässt...
(Aus der Programmvorschau der Salzburger Festspiele)
W.A.Mozart
DIE ZAUBERFLÖTE
Deutsche Oper in zwei Aufzügen KV 620, Text von Emanuel Schikaneder
Neuinszenierung im großen Festspielhaus
Aufführungen: 29.Juli-19h00, 4.August-19h00, 10.August-19.00, 13.August-19h30, 19.August-19h00, 21.August-19h00-, 26.August-19h00
Dirigent: Riccardo Muti, Inszenierung: Pierre Audi, Bühne: Karel Appel, Kostüme: Jorge Jara, Licht: Jean Kalman, Choreinstudierung: Thomas Lang
Sarastro: René Pape, Tamino: Paul Groves, Sprecher: Franz Grundheber, Die Königin der Nacht: Diana Damrau, Pamina: Genia Kühmeier, Drei Damen der Königin: N.N. + Karine Deshayes + Ekaterina Gubanova, Drei Knaben: Wiener Sängerknaben, Papageno: Christian Gerhaher / Markus Werba (13., 19., 21.8.), Ein altes Weib (Papagena): Irena Bespalovaite, Monostaos: Burkhard Ulrich, Zwei geharnischte Männer: Simon O'Neill und Peter Loehle, Zwei Priester: Franz Grundheber und Xavier Mas
Wiener Philharmoniker, Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor
...Ein weiteres Jubiläum im Mozart-Festjahr: Wenn sich am 4. August der Vorhang für Die Zauberflöte hebt, wird die 200. Aufführung dieser Oper im Rahmen der Salzburger Festspiele gefeiert – ein Spitzenwert, der nur noch von einem anderen Mozartschen Meisterwerk, dem Figaro, übertroffen wird. Für die Festspiele wird Pierre Audi eine neue Sichtweise auf Mozarts populärstes Bühnenwerk wagen; sein Partner am Pult der Wiener Philharmoniker ist Riccardo Muti...
(Aus der Programmvorschau der Salzburger Festspiele)
W.A.Mozart
COSÌ FAN TUTTE
Dramma giocoso in zwei Akten KV 588, Text von Lorenzo Da Ponte
Koproduktion mit den Osterfestspielen Salzburg
Neueinstudierung im großen Festspielhaus
Aufführungen: 3.August-18h30, 9.August-18h30, 12.August-18h30, 16.August-18h30, 23.August-18h30
Dirigent: Manfred Honeck, Inszenierung: Ursel Herrmann und Karl-Ernst Herrmann, Bühne und Kostüme: Karl-Ernst Herrmann, Choreinstudierung: Thomas Lang, Continuo: Rachel Andrist
Fiordiligi: Ana María Martínez, Dorabella: Sophie Koch, Ferrando: Shawn Mathey, Guglielmo: Stéphane Degout, Don Alfonso: Sir Thomas Allen, Despina: Helen Donath
Wiener Philharmoniker, Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor
...Liebesproben auf dem Theater gehören zu den großen Eingebungen der Opernliteratur: so auch in Mozarts Così fan tutte, die in gewisser Weise als Versuchsanordnung gilt. Ein Verwirrspiel, das den Betrachter in die Abgründe menschlicher Verführbarkeit zieht und die Szene rasch ändert: Aus Himmel wird Hölle, aus leichtfüßigem Spiel bitterer Ernst. Schließlich geht es um Existenz und Identifikation, um Vertrauen, Sehnsucht und die Illusion einer Erfüllbarkeit schrankenloser Treue. Da bleibt Ernüchterung nicht aus – nicht im Scheinhaften des Spiels und nicht außerhalb der Bühne...
(Aus der Programmvorschau der Salzburger Festspiele)
W.A.Mozart
DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL
Deutsches Singspiel in drei Aufzügen KV 384, Text nach C.F.Bretzner von J.G.Stephanie. Dialogfassung von S.Herheim und W.Willaschek.
Wiederaufnahme im Haus für Mozart
Aufführungen: 5.August-18h30, 8.August-18h30, 10.August-18h30, 12.August-18h00
Dirigent: Ivor Bolton, Inszenierung: Stefan Herheim, Bühne und Kostüme: Gottfried Pilz, Licht: Wolfgang Goebbel, Video: fettFilm, Choreinstudierung: Andreas Schüller, Dramaturgie: Wolfgang Willaschek
Konstanze: Laura Aikin, Blonde: Valentina Farcas, Belmonte: Christoph Strehl, Pedrillo: Dietmar Kerschbaum, Osmin: Franz Hawlata
Mozarteum Orchester Salzburg, Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor
...Nach einer überarbeiteten Neueinstudierung in der vorletzten Saison steht Stefan Herheims Entführung aus dem Jahr 2003 auch im Mozart-Jahr wieder auf dem Spielplan – mit einer teilweise neuen Sängerbesetzung, die für frische Akzente in einer der unkonventionellsten Produktionen der jüngeren Festspielgeschichte bürgt...
(Aus der Programmvorschau der Salzburger Festspiele)
W.A.Mozart
DON GIOVANNI
Dramma giocoso in zwei Akten KV 527, Text von Lorenzo Da Ponte
Wiederaufnahme im großen Festspielhaus
Aufführungen: 11.August-19h00, 15.August-19h00, 18.August-19h00, 20.August-19h00, 24.August-19h00, 27.August-19h00, 30.August-19h00
Dirigent: Daniel Harding, Inszenierung: Martin Kušej, Bühne: Martin Zehetgruber, Kostüme: Heide Kastler, Licht: Reinhard Traub, Choreinstudierung: Thomas Lang, Dramaturgie: Sebastian Huber und Hans Thomalla
Don Giovanni: Thomas Hampson, Leporello: Ildebrando D‘Arcangelo, Donna Anna: Christine Schäfer, Donna Elvira: Melanie Diener, Zerlina: Isabel Bayrakdarian, Il Commendatore: Kurt Moll, Don Ottavio: Piotr Beczala, Masetto: Luca Pisaroni
Wiener Philharmoniker, Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor
...Die Geschichte des Don Giovanni ist einer der großen Mythen der Menschheit, der uns durch die Jahrhunderte begleitet, der die Literatur, die Philosophie beflügelt – und die Moral untergraben hat. Wir alle kennen Don Giovanni als virilen, lustvollen Verführer, als bedenkenlosen Freigeist, der um seines erotischen Vergnügens keine Anstrengungen meidet und später für seine skrupellosen Taten bitter bestraft wird...
(Aus der Programmvorschau der Salzburger Festspiele)
W.A.Mozart
LA CLEMENZA DI TITO
Opera seria in zwei Akten KV 621, Text nach P.Metastasio von C.Mazzolà
Wiederaufnahme in der Felsenreitschule
Aufführungen: 16.August-18h00, 19.August-18h00, 21.August-18h00, 23.August-18h00, 26.August-15h00, 29.August-18h00
Dirigent: Nikolaus Harnoncourt, Inszenierung: Martin Kušej, Bühne: Jens Kilian, Kostüme: Bettina Walter, Licht: Reinhard Traub, Choreinstudierung: Andreas Schüller, Dramaturgie: Regula Rapp und Marion Tiedtke
Tito Vespasiano: Michael Schade, Vitellia: Dorothea Röschmann, Servilia: Barbara Bonney, Sesto: Vesselina Kasarova, Annio: Malena Ernman, Publio: Luca Pisaroni
Wiener Philharmoniker, Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor
...Unter dem Deckmantel einer Huldigungsoper zeichnet Mozart hier das Psychodrama eines modernen, tyrannischen Machthabers – und hält uns noch heute den Spiegel vor. 1791, zwei Jahre nach der Abschaffung der Adelsprivilegien und der Erklärung der Menschenrechte, hat Mozart mit seinem letzten Bühnenwerk ein Endspiel der Aufklärung komponiert: mehr als ein künstlerisches Vermächtnis...
(Aus der Programmvorschau der Salzburger Festspiele)
W.A.Mozart
BETULIA LIBERATA
Azione sacra in zwei Teilen KV 118 (74c), Text von Pietro Metastasio.
Felsenreitschule
Aufführung: 18.August-20h00
Dirigent: Christoph Poppen, Choreinstudierung: Andreas Schüller
Ozia: Rainer Trost, Giuditta: Marjana Mijanovic, Amital: Julia Kleiter, Achior: Franz-Josef Selig, Cabri: Irena Bespalovaite, Carmi: Jennifer Johnston
Münchener Kammerorchester, Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor
...Die frühe Rezeption von Mozarts Oratorium liegt im dunkeln. Ein adliger Musikliebhaber aus Padua soll das Werk, das einen Text von Metastasio verwendet, in Auftrag gegeben haben; zur Aufführung ist in Padua aber nicht Mozarts Partitur, sondern die gleichnamige Vertonung eines Kollegen gelangt. Mozart muss die Komposition, die zu den wegweisenden seiner italienischen Periode zählt, auch in seinen Reifejahren noch geschätzt haben, denn im Juli 1784, dreizehn Jahre nach der Entstehungszeit, bittet er in einem Brief, dass ihm »das alte Oratorium Betulia liberata « geschickt werden möge – »vielleicht könnte ich doch hie und da etwas davon stückweise brauchen«. Und wieder verlaufen sich die Spuren im Sande, keinerlei Indizien belegen eine Wiener Darbietung oder Umarbeitung des originellen Jugendwerks, das erst in den letzten drei Jahrzehnten zurück ins Repertoire gelangte...
(Aus der Programmvorschau der Salzburger Festspiele)
W.A.Mozart
SYMPHONIE D-DUR KV 45
THAMOS, KÖNIG IN ÄGYPTEN KV 345
Herbert Willi
KONZERT FÜR KLARINETTE UND ORCHESTER
Auftragswerk der Salzburger Festspiele, Uraufführung
Felsenreitschule
Aufführung: 20.August-20h00
Dirigent: Bertrand de Billy, Choreinstudierung: Thomas Lang
Klarinette: Sharon Kam, Sopran: Martina Janková, Mezzosopran: Marie-Claude Chappuis, Tenor: Xavier Mas, Bass: N.N.
Radio-Symphonieorchester Wien, Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor.
November 2006: Clemens Krauss Medaille für Leo Nucci
Am 17. November wurde Leo Nucci die Clemens Krauss Medaille in Silber von der Konzertvereinigung überreicht. Die Feierlichkeit fand im Anschluss einer Nabucco- Vorstellung im Chorsaal der Wiener Staatsoper statt, wo dem Ehepaar Nucci vor der Verleihung vom Chor ein Ständchen gebracht wurde.

Vorstand Michael Knapp (rechts) mit Leo Nucci nach der feierlichen Überreichung beim anschließenden gemütlichen Beisammensein in einem italienischen Restaurant in der Wiener Innenstadt, in dem "Gnocci a la Nucci" serviert werden, die nach einem Rezept des Sängers zubereitet werden.
Dezember 2006: Mozart Requiem in der Wiener Staatsoper
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
REQUIEM
Dirigent: Christian Thielemann
Sopran: Genia Kühmeier
Alt: Elina Garanca
Tenor: Michael Schade
Bass: Ain Anger
Wiener Philharmoniker
Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor
5. Dezember 2006, 19:30 Uhr, Wiener Staatsoper
Am 215. Todestag von Wolfgang Amadeus Mozart erklingt sein letztes Werk - das Legenden umwobene Requiem - an der Wiener Staatsoper. Am Pult der Wiener Philharmoniker steht Christian Thielemann.

Probe mit Christian Thielemann im Chorsaal der Wiener Staatsoper. Foto: Huber.
...Es war beachtlich, wie gut der Staatsopernchor einstudiert war...
KURIER
...Denn mit den Wiener Philharmonikern und und dem vorzüglich präparierten Staatsopernchor...
ÖSTERREICH
...Die Tücken der Staatsopernakustik... vor allem in Sopranen oft merkwürdig gepreßt klingende Phrasen tönten...
DIE PRESSE
...So möchte man gegen Himmel fahren, sollte es einmal sein müssen... Ein Genuß an Flexibilität und Schlagkraft war die von Thomas Lang einstudierte Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor, deren Engagement Thielemann mitunter dämpfen mußte...
SALZBURGER NACHRICHTEN
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